Gefahren für einen Mentor

Die Aussage „Ich mache das für Dich“ und gut gemeinte Fürsorge können schnell zur Falle werden!

Als Mentor erkennt man oftmals rasch, wo die Hürden beim „Neuen“ liegen. Dies führt jedoch oft dazu, dass man dazu neigt, Sätze wie „Ich kann für Dich ein Konto erstellen und es für Dich verwalten“ auszusprechen.

So gut das auch gemeint ist – es ist der größte Fehler! Warum? Weil finanzielle Souveränität eine zutiefst persönliche und intime Angelegenheit ist.

Die Community hat hierzu Erfahrungen gesammelt, die eine wichtige Lektion verdeutlichen: Viele von uns „alten Hasen“ wollten den Neuen vor einigen Jahren Mut machen und ihnen den Einstieg erleichtern. Was wir zu diesem Zeitpunkt nicht erkannten, war die Tragweite dieser gut gemeinten Hilfestellungen.

Indem wir Verantwortung für die Neuen übernahmen, haben wir sie letztlich sabotiert. Durch unsere Hilfe haben wir ihnen die Verantwortung entzogen, die sie jedoch selbst hätten übernehmen müssen. Finanzielle Souveränität erfordert Eigenverantwortung. Jeder muss selbst lernen, sich einarbeiten und das Wissen eigenständig anwenden. Sonst wird das Ziel – die Unabhängigkeit – nicht erreicht.

Wenn wir alles für den „Neuen“ erledigen, bleibt er fremdbestimmt und gerät in unsere Abhängigkeit. Heute wissen wir: Das ist keine erfüllte Mission!

Die Problematik geht aber oft noch tiefer, und leider sind solche Fälle keine Einzelfälle. Wenn einem Neuen beispielsweise angeboten wird, alles für ihn zu verwalten, sind sich viele Mentoren der langfristigen Konsequenzen nicht bewusst.

Was passiert, wenn das Konto des Neuen gehackt wird? Was denkt er, wenn sein Geld verloren geht? Dieser Moment kann das Vertrauen irreparabel schädigen – nicht nur in den Mentor, sondern auch in das Projekt und die dahinterstehende Technologie. Das Ergebnis? Eine gescheiterte Mission, die eigentlich mit dem Ziel begann, finanzielle Souveränität aufzubauen.

Jeder Mentor hat seinen eigenen Weg gegangen und sich selbst eingearbeitet. Seine Aufgabe ist es, Unabhängigkeit zu lehren, nicht für andere aktiv zu werden. Ein Mentor bietet Hilfe an, aber niemals darf er die Verantwortung für private Daten wie Passwörter oder Private Keys übernehmen. Unsere Gemeinschaft funktioniert, weil jeder eigenverantwortlich handelt. Und genau diese Eigenverantwortung ist der einzige Weg zu echter finanzieller Souveränität.

Es gibt viele weitere Beispiele, wie Mentoren sich durch falsche Versprechen – etwa von Gewinnen oder Garantien – selbst belasten können. Doch genau hier muss man die Grenzen ziehen.

Diese stille Revolution soll jedem Menschen die Chance auf Unabhängigkeit geben. Doch jeder muss erkennen: Diesen Weg muss man selbst gehen und lernen. Tausende haben den Einstieg geschafft oder befinden sich noch im Aufbau ihres eigenen Ökosystems. Doch sie alle haben eines gemeinsam – sie haben verstanden.

In diesem Sinne: Denkt immer an die Gefahren, die auf Mentoren warten, und verliert die eigentliche Mission nicht aus den Augen. Jeder Neue braucht einen Mentor – aber keinen Verwalter.

Herzlichst, Eure Community